Selina


Selina Lasogga, 23, Förderlehrerin

Mein Wunsch ist es, Kindern einen Lernort geben zu können, der ihnen Möglichkeiten bietet, Mensch zu sein und Mensch zu bleiben. Durch die vielseitigen Erfahrungen an der Luana können sie (auch zukünftig)  fest im Leben stehen und vor allem: zufrieden sein! Ich möchte gemeinsam mit den Menschen an der Luana leben sowie lernen und dabei den Kindern mit meinen Fähigkeiten zur Seite stehen, sie unterstützen, sich selbst zu entfalten – ohne sie dabei zu lenken oder gar einzuschränken.

Ich bin …
Ich bin die Selina und ich bin Förderlehrerin an einer Grund- und Mittelschule und stolze Mitgründerin der freien, demokratischen, inklusiven Schule Luana Augsburg.

Ich bin an der Luana Schule, weil …
… mir sicher viele Eltern, Kinder und Lehrer*innen zustimmen werden, dass sie an der Regelschule mit solchen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, dass sie kaum Zeit und Raum finden, sich selbst zu entfalten und kennenzulernen. Deshalb sehe ich ganz einfach die Notwendigkeit einer solchen Schule (auch hier bei uns in Augsburg oder Bayern). Die Luana Schule ist der ideale Ort, an dem sich Heranwachsenden auf ihre – für uns so unvorstellbare – Zukunft vorbereiten können.

Was wünschst du dir von einer Schule?
Ich wünsche mir von einer Schule hauptsächlich, dass die Bedürfnisse, Interessen, Fähigkeiten der Kinder, gesehen, gehört und geachtet und für das lebenslange Lernen genutzt werden. Dabei benötigen die Lernenden gelegentlich Unterstützung von anderen Kindern und Lernbegleiter*Innen, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen sollen. Außerdem soll Schule individuelles und gemeinsames Lernen, Erschaffen und Denken in natürlichen Lernsituationen ermöglichen und würdigen.

Wärst du selber gerne an eine freie, demokratische, inklusive Schule gegangen?
Im Nachhinein gesehen schon. Ich muss sagen, ich musste nie so große Schwierigkeiten im Regelschulsystem durchmachen, wie ich sie jetzt als Lehrerin erlebe. Ich ging gern zur Schule und hatte dort großen Spaß. Doch nach der Schule hatte ich erst einmal mit großen Orientierungsschwierigkeiten zu kämpfen. Ich war es gewohnt, einen vorgesetzten Tagesplan abzuarbeiten und plötzlich sollte ich so einen für mich selbst kennen? Ich hatte gemerkt, dass ich zwar inhaltlich viel gelernt hatte in der Schule, nicht aber genug darüber, wer ich bin und wohin es für mich gehen könnte und erst recht nicht wie! Dabei gibt es so viele wunderbare Arten und Weisen, das herauszufinden!